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Schöne Festtage

23/12/2019
von Manuel Süess
Kleine Weihnachtslandschaft | Manuel Süess

Schöne Festtage &

Frohe Weihnachten

Innere Stärke (2011)

16/12/2019
von Manuel Süess
Innere Stärke (2011) | Manuel Süess

Mein Bild Nr. 345 innere Stärke (2011) war eines meiner fünf Bilder für die Shanghai art fair 2011. Kurz darauf, im Jahr 2012, wurde es ausserdem in meiner Einzelausstellung «Emotions» in Wien der Öffentlichkeit präsentiert.

Dieses Gemälde malte ich mit Acrylfarben auf eine zwei Centimeter starke Bambusholzplatte im Format von 120x90cm. Es wiegt ca. 20kg und ist sehr stabil, so stand und kniete ich teilweise direkt auf dem Bild während ich es malte. Zusätzlich habe ich es auf der Rückseite mit Aluminiumprofilen als Aufhängung ausgestattet, die das Kunstwerk etwas von der Wand abheben und je nach Blickwinkel der Eindruck entsteht, als ob es vor der Wand schweben würde. Als grosses und schweres Gemälde benötigt es jedoch auch einen entsprechend grossen Raum, um seine volle Wirkung zu entfalten. Am besten wirkt das Bild auf den Betrachter, wenn er oder sie es aus einer gewissen Distanz betrachten kann.

Wie sich aus dem Werktitel erkennen lässt, ist das Thema dieses Kunstwerkes innere Stärke. Eine gewisse innere Stärke wird von uns allen benötigt, um die Prüfungen des alltäglichen Lebens zu bestehen. Sie hilft zudem in schwierigen Situationen und auch nach Misserfolgen, um sich selbst wieder aufzubauen und vom Boden zu erheben. Es ist aber auch nicht falsch, sich hin und wieder von Dritten helfen zu lassen.

Abstrakte Emotionen | 2019

09/12/2019
von Manuel Süess
Abstrakte Emotionen | 2019 | ART by MANUEL SÜESS

Mit meiner neuen Arbeitsreihe «Abstrakte Emotionen» feiern die rein abstrakten, expressionistischen Kunstwerke ihre Rückkehr in mein Kunstschaffen. Lange bevor ich mich als Künstler selbständig machte und noch lange bevor ich mir überhaupt Gedanken zur Gliederung meiner Arbeiten machte, bildeten die abstrakten, expressionistischen Werke den Kern meines künstlerischen Wirkens.

Meine ersten abstrakten Werke schuf ich, wie wahrscheinlich jeder von uns, bereits als süsses kleines Baby und sei es nur mit Schokolade im eigenen Gesicht. Betrachtet man meine nummerierten Arbeiten, begannen die abstrakten Kunstwerke 2009 mit dem Bild Nummer 6 direkt nach meinen Mosaiken. Damals und bis ins Jahr 2012 malte ich vorwiegend auf Holz. Zeitweise verwendete ich jedes Holzstück, dass mir unter die Finger kam, im Keller oder Estrich fand oder das ich aus dem Abschnittstapel im Baumarkt günstig erwerben konnte. So entstanden 2009, neben in etwa ebenso viel geschriebenen Stellenbewerbungen, über 200 abstrakte Kunstwerke auf Holz.

Später, nach Gründung meines eigenen Kunstunternehmens, gliederte ich meine Werke in Arbeitsreihen. Die Arbeitsreihe «Emotionen» wurde dabei zum Sammelbecken aller rein abstrakten emotionalen Werke. Doch nicht nur. Die Gemälde dieser Arbeitsserie wurden auch an vielen Ausstellungen gezeigt, von der Schweiz über Wien bis hin zu Shanghai. Mit dem Wechsel auf Leinwand im Jahr 2013 traten sie jedoch in den Hintergrund und wurden von meiner Arbeitsreihe «Wort+Bild=Werk» abgelöst, deren Kunstwerke ebenfalls international an Ausstellungen zu sehen waren.

Meine abstrakten, expressionistischen Kunstwerke kehren zurück.

2019 war soweit. Während einem knappen Jahr Malpause überdachte ich nicht nur die Entwicklung meiner Tanzbilder, sondern stellte auch fest, was mir in meinem Kunstschaffen immer mehr fehlte, nämlich die ungezähmte, wilde, emotionale Experimentierfreude meiner frühen abstrakten, emotionalen Kunstwerke. Und wie es mit starken Emotionen so ist, drücken diese nicht nur positive Gedanke aus, sondern können diese auch ganz tiefgründige Bedeutungen und Hintergründe haben.

Hoffnung (2019)

02/12/2019
von Manuel Süess
Hoffnung (2019) | Manuel Süess

Mein Bild Nr. 826 Hoffnung zeigt den immerwährenden emotionalen Zweikampf der Hoffnung auf und des Strebens nach einer besseren Zukunft mit den Ranken, Dornen und Widerständen des alltäglichen Lebens.

Während der Glücksritter im Zentrum des Bildes alles versucht, um sein Leben in den Griff zu kriegen und ein stabiles Fundament für seine Zukunft aufzubauen, wird er von den aus schwarzer Strukturpaste auf die Leinwand modellierten Ranken und Dornen attackiert und zurückgehalten. Doch die daraus resultierenden Kratzer und Wunden können einen kampferprobten Ritter wie ihn nicht aufhalten, seine Hoffnung auf ein besseres Morgen ist zu gross und sein inneres Licht nahezu unzerstörbar.

Das Gemälde Hoffnung (2019) begründet meine neue Arbeitsreihe «abstrakte Emotionen», welche meine 2013 aufgegebene Arbeitsreihe «Emotionen» wiederaufnimmt und als rein abstrakte Werkreihe mein Schaffen komplettiert.

Gartengestalten

25/11/2019
von Manuel Süess
Gartengestalten | Manuel Süess | 2019

Meine Gartengestalten trotzen tapfer dem Schnee. Betrachten ihren verschneiten Tannenbaum. Doch halt, noch hat es noch nicht bis in die tiefen Breiten hinuntergeschneit. Das Foto ist schon einige Monate alt. Aufgenommen habe ich es im vergangenen Winter. Im Frühjahr 2019.

Meine Gartengestalten sind zwei Baumskulpturen, die ich nebenbei in meiner Freizeit erstellt habe. Ursprünglich waren sie zwei Lorbeerbäume, zwei von vielen, die ich nach meinem Einzug gefällt habe. Ich kümmere mich auch um den Garten bei meiner Wohnung und meinem Atelier und habe dabei von den Besitzern einige Freiheiten erhalten.

Die meisten der mit einer Handsäge gefällten Lorbeerbäume, mir gefallen Lorbeer nicht, habe ich in Cheminée gerechte Stücke gesägt, doch von zweien gefiel mir die Aststruktur, so habe ich sie behalten. Lange wusste ich nur, dass ich aus den Bäumen etwas machen will, doch nicht was. Das was wurde klar als ich sie spontan einmal umdrehte und auf die Stämme auf Äste stellte.

Ich trat einen Schritt zurück und erblickte in ihnen meine Gartengestalten. Noch galt es einige Äste einzukürzen und andere ganz zu entfernen. Doch nach und nach erhielten sie ihre endgültige Form. Der Herr mit dem Besen wollte aber ein modischeres Kleid, so schnitzte ich Schritt für Schritt sein neues Gewand aus dem Holz. Der Hut, den er hier auf dem Foto trägt, ist inzwischen auseinandergefallen und so hat er auf Empfehlung seiner Partnerin neu dasselbe Modell wie sie gewählt.

Die beiden beleben nun schon seit über einem Jahr meinen Garten und helfen bei der anfallenden Arbeit mit. So sagen sie. Dennoch muss ich meist trotzdem selbst die Blumen tränken und das Laub zusammenrechen. Zu müde vom Unkrautjäten, monieren sie.

Babykauz

18/11/2019
von Manuel Süess
Babykauz | ART by MANUEL SÜESS

Der liebe kleine Babykauz von 2009 ist eines meiner liebsten und teuersten Gemälde. Dieses Kunstwerk begründete auch meine Bilderkategorie «Babykauz & Friends», deren Werke allesamt eine spezielle Bedeutung für mich haben und entsprechend teuer im Verkauf angeboten werden. Wer eines dieser Gemälde kaufen will, muss den geforderten Preis von zwanzigtausend Schweizerfranken bezahlen können, ansonsten behalte ich es lieber für mich :).

Babykauz war eines meiner ersten Vögel Gemälde und entstand, als das Kunstschaffen für mich noch ein Hobby war. Gemalt habe ich ihn in Mixed-Media mit Strukturpaste und blauer Acryllackfarbe auf einer Sperrholzplatte. Ja, tatsächlich mit Acryllack und nicht mit klassischer Künstleracrylfarbe. Acryllack wird sonst auch verwendet um Möbel, Vorhangaufhängungen, Gartenzäune oder andere Holzelemente zu malen. 2009 malte ich damit die grosse Mehrheit meiner Bilder und experimentierte dabei mit den verschiedensten Materialien und Motiven. Das Spezielle an Babykauz ist, dass die kleine Eule selbst mehrheitlich nicht gemalt wurde, sondern nur der blaue Hintergrund ergänzt mit blauen Tupfern, um seinen Federn eine Struktur zu geben. Die weisse Farbe von Babykauzes Federkleid entsteht durch die zwischen dem Blau durchscheinende weisse Grundierung.

Babykauz wurde bereits von vielen Atelierbesuchern bewundert. In Rheinfelden war er lange an prominenter Stelle aufgehängt. Als sie seinen Preis hörten, konnten sie seinen Wert meist sogleich verstehen, so friedlich und liebreizend wie er da auf seinem Aste sitzt und den Betrachter mit seinem niedlichen Blick selbst neugierig betrachtet.

Vögel Gemälde | 2009 - 2019

11/11/2019
von Manuel Süess
Vögel Gemälde | 2009 - 2019 | Manuel Süess

Heute stellen meine Vögel Bilder einen Gegenpol zu meinen feurigen und wilden Tanzmalereien dar. Zu Beginn war dies anders. Da gab es meine Tanzbilder noch lange nicht. Die Vögel Gemälde gehören zu meinen ältesten Werkreihen. Bilder wie Memory und Babykauz bildeten im Jahr 2009 den Anfang der Serie.

Wenn ich heute auf die inzwischen ein Jahrzehnt umfassende Geschichte meiner Vögel Malereien zurückblicke, bin ich selbst erstaunt über die Vielfallt an verschiedenen Techniken und Formen, die meine Vögel über die Zeit angenommen haben. Begannen sie in Weiss und Blau, ruhig und schlicht, wurden sie zeitweise farbig und dominant, dann wieder ruhiger und später wieder dominanter. Spannenderweise domminieren die schlichten und ruhigen Werke der Anfangszeit meine Gedanken an meine Vögel Bilder, obwohl über die ganze Zeit gesehen die ausdrucksstärkeren Varianten in der Anzahl mit ersteren die Waage halten.

Eines ist jedoch über die Zeit immer gleich geblieben, meine Bewunderung der Freiheit und Unabhängigkeit dieser faszinierenden Geschöpfe. So wurden viele meiner Vögel Gemälde von Vögeln inspiriert, die ich in freier Natur beobachten konnte. Von Mauerseglern über Spatzen, Möven, Meisen, Amseln und Milanen bis hin zu den frechen kleinen Zaunkönigen.

Ein Milan (2019) über den Dächern

04/11/2019
von Manuel Süess
Ein Milan (2019) über den Dächern

Mein Bild Nr. 824 Milan (2019) habe ich – der Name sagt es schon fast, aber nur fast – einem Milan gewidmet.

Er drehte majestätisch seine Runden, hoch oben in der Luft, aber auch zwischen den Häusern und über den Dächern meiner Nachbarn. Ausschauhaltend nach seinem nächsten Leckerbissen. Waren die Winde günstig flog er manchmal direkt vor meinem Fenster vorbei. Meist erblickte ich den Milan nur allein. Ab und an konnte ich ihn aber auch in Begleitung beobachten. Sei es wie er mit einer Milan-Dame durch die Lüfte tanzte. Oder später im Sommer, wie er mit einem Baby-Milan seine Runden drehte und seinem Nachwuchs die Geheimnisse der Lüfte lehrte.

Der Milan in meinem Gemälde ist mit Strukturpaste auf die Leinwand modelliert, den blauen Himmel im Hintergrund beobachtend. Sein Design ist dabei einerseits von meinen früheren Linolschnitt Kunstkarten inspiriert und andererseits von Scherenschnitten. Dabei schneide ich die Figur jedoch nicht aus der Leinwand aus, sondern modelliere die Flächen mit Strukturpasten auf die Leinwand. Zuletzt wird dann die Figur in der gewünschten Farbe gemalt. Bei meinen Vögeln bin ich dabei zur Farbe Weiss zurückgekehrt, da die weisse Farbe die Freiheit und Unabhängigkeit meiner Vögel besser symbolisiert als das zuletzt verwendete Schwarz, dass ich von meinen modellierten Tänzern in die Vögel Bilder übernommen hatte.

Mein Maltisch | Wo Gemälde entstehen

28/10/2019
von Manuel Süess
Mein Maltisch | Wo Gemälde entstehen

Ein Blick hinter die Kulissen. Auf meinem Maltisch wartet das neuste Gemälde auf den nächsten Arbeitsschritt. Es ist ein praktischer Tisch. Stabil und doch leicht zu zerlegen. Zudem lässt er sich ausziehen und in seiner Grösse verdoppeln. Ein Maltisch, was soll das, wo ist seine Staffelei? Fragen sie sich möglicherweise. Nun, mit gewöhnlichen Staffeleien konnte ich bisher wenig bis nichts anfangen. Zum Arbeiten sind sie mir zu unpraktisch und instabil. Zumindest die Staffeleien, die ich bisher gesehen habe. Da bevorzuge ich meinen Maltisch, kombiniert mit einer handlichen Tischstaffelei, die ich nach Bedarf zusammenklappen und auf die Seite stellen kann, um die ganze Tischfläche zur Verfügung zu haben.

Noch lange habe ich ihn nicht, meinen Maltisch. Er war ein willkommenes Geschenk, welches ich nach meinem Umzug nach Horw erhalten habe. Zuletzt, in Rheinfelden, arbeitete ich auf einem improvisierten Malgestell. Fotos habe ich davon leider keine. Wie so ein improvisiertes Gestell eben ist, bestand es aus auf Holzpflöcke gestapelten Brettern. Zuoberst befand sich ein grosses, schräg an die Wand gelehntes Brett als Arbeitsfläche. Für Leinwandbilder war das ganz ok, meine grossen Holzbilder hätten es wohl zum Einsturz gebracht.

Meine Holzbilder malte ich über Jahre hinweg direkt auf dem Boden. Für Spritztechniken war dies zum Beispiel sehr praktisch. Deckte man den Boden vorgängig weit genug um die Bilder herum ab, hielt sich auch der nachträgliche Putzaufwand in Grenzen. Zudem, meine grossen Holzbilder sind bis zu 20 Kilogramm schwer. Da war der Boden der ideale Arbeitsort. Doch nicht nur. Die massiven Holzplatten eigneten sich als Kunstwerk und Arbeitsplatz in einem genutzt zu werden. So sass oder stand ich manchmal direkt auf dem Bild, das ich gerade malte. Bevorzugt natürlich nicht in der frisch aufgetragenen Farbe.

Ausser es war gewollt. Unter meinen Holzbildern gibt es das einte oder andere Werk, bei welchem ich meine blossen Hände und Füsse als Malwerkzeug einsetzte.

Im Tanzhaus (2014) tanzen.

21/10/2019
von Manuel Süess
Im Tanzhaus (2014) tanzen.

Komm ins Tanzhaus tanzen. Hier trifft sich gross und klein, jung und alt, Giraffe und Elefant. Ganz egal welchen Tanzstil du magst, ob Paartanz, Alleintanz, Streetdance, Improvisation oder Ballett, in jedem Zimmer spielt andere Musik. Tanze so wie es dir gefällt. Jeder ist im Tanzhaus willkommen.

Mein Bild Nr. 730 Im Tanzhaus (2014) feiert die gigantische, facettenreiche Vielfalt an verschiedenen Tänzen, die es auf unserer Welt gibt und ermutigt jeden so zu tanzen wie es ihm oder ihr gefällt. Tanzen. Bewegen. Sorgen für einen Moment vergessen. Energie. Musik. Neue Taten warten. Tanzen. Wanken. Seine eigene Zukunft gestalten.

Das Gemälde Im Tanzhaus (2014) gehört zu meiner Reihe von Acryl-Collagen-Mischtechnik-Werken. Mischtechnik (Englisch: Mixed Media) bedeutet, dass der Künstler verschiedene Techniken bei der Herstellung seines Kunstwerkes miteinander kombiniert hat. In diesem Bild habe ich Acryl mit Collage- und Spachtelmassetechniken kombiniert. Für die Collage habe ich von mir selbst bemalte und dann in Stücke geschnittene Papier- und Kartonstücke verwendet. Die Collagenelemente bilden zudem die Grundstruktur des Tanzhauses inklusive Türe, Treppe, Fenster und Bilderrahmen im obersten Stock. Tatsächlich, im obersten Stock des Tanzhauses hängt ein abstraktes Kunstwerk, ein Bild im Bild sozusagen. Ein Element, das mir gefällt, und dass ich in späteren Werken des Öfteren wieder aufgenommen habe, auch mit Tanzbildern in Tanzbildern.

Man beachte auch die Katze, welche die Rolle als Türsteher übernommen hat. Sowie den Fischer im Kellerfenster, der hofft mit seinem Fisch die Katze von der Türe wegzulocken und zum Tanzen anzuregen. Viel ist los in meinem Tanzhaus.